Beratung & Bestellung
05402 96895-0
Sandguss
Jeder, der im Deutschunterricht einmal mit dem Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller Bekanntschaft gemacht hat, kennt eigentlich das Sandgussverfahren und das damit verbundene Prinzip der verlorenen Form: „Wenn die Glock’ soll auferstehen, / Muß die Form in Stücke gehen.“

Erstellt werden die Sandformen für die Tür- und Fenstergriffe, Knäufe und Beschläge von Gussmeister vorwiegend im zwei- oder auch mehrteiligen Formkasten. Ein Guss- Modell wird in die untere Formkastenhälfte eingebettet, die obere aufgesetzt, anschließend mit Füllsand aufgefüllt und verdichtet. Nach diesem Abformen wird das Modell vorsichtig entnommen und der verbliebene Hohlraum mit dem geschmolzenen Messing ausgegossen. Nach Abkühlen und Erstarren des Gusskörpers wird der Sand entfernt, um das Werkstück zu entnehmen und weiter zu bearbeiten. Hierbei wird die Sandform zerstört.

Auch wenn bereits seit der Bronzezeit für einfachere Formen wie z.B. Kupferbeile auch Dauerformen genutzt wurden, ist das Sandgussverfahren im 21. Jahrhundert immer noch „Stand der Technik“. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin, Bavaria und Bayerischer Löwe in München und viele kleinere Kunstwerke aller Epochen entstanden im Sandguss. Doch nicht nur, wenn es um die Herstellung von Kunstwerken als Einzelstück geht, gerade auch wenn extrem hohe Anforderungen gestellt werden, kommt Sandguss zum Einsatz. Nicht umsonst werden Kurbelwellen oder Motorblöcke im Sandguss hergestellt, das Werkstück wird dichter, schwerer und weniger porös.

Gerade diese Eigenschaften machen deutlich, warum wir von Gussmeister zur Reproduktion antiker Tür- und Fenstergriffe, Beschläge und Haustürknäufe auf Sandguss setzen. Extreme Haltbarkeit, gepaart mit den Möglichkeiten auch filigrane Formen zu realisieren.